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Alles Wichtige zu Computersystemen mit nur einer Platine

Platine in Nahaufnahme

Unter einem Einplatinenrechner wird ein Computersystem verstanden, bei dem alle elektronischen Einzelteile auf lediglich einer Leiterplatte bestückt werden, damit das System vollständig betriebsbereit genutzt werden kann. Nur das notwendige Netzteil ist nicht auf der Leiterplatte mit integriert. Durch die Kompaktheit wird ein solcher Rechner deshalb nicht nur privat, sondern auch in vielen Bereichen der Industrie eingesetzt. Dort vor allem in der Mess- und Regeltechnik.

Aufbau und Anwendung

Um bereits einfache Abläufe steuern zu können, braucht es von der Ausstattung her nur wenige Komponenten. Schon mit einem Prozessor, einem Festspeicher, einer Reset-Möglichkeit und einem Taktsignal kann dies schnell und leicht umgesetzt werden. Bei komplexeren Abläufen jedoch spielt unter anderem der Arbeitsspeicher/RAM eine große Rolle. Durch ihn können die Leistungsfähigkeit und die Datenverarbeitung der Rechenanlage deutlich beschleunigt werden. Andernfalls muss man mit längeren Wartezeiten rechnen, bis die Daten vom Computer aus zur Verfügung gestellt werden können. Heutzutage besitzt jeder Rechner ebenfalls eine sogenannte Stromausfall-Erkennung. Diese greift bei unerwarteten Stromausfällen bzw. Programmfehlern und versetzt das System wieder in ihren bekannten Ausgangszustand. So gehen keine Daten verloren. In vielen Produkten ist zudem ein Mikrocontroller verbaut. Mit dem Halbleiterchip können gleichzeitig mehrere Daten auf einmal koordiniert und verpackt werden. Jeder Mikrocontroller wird stets auf die jeweilige Elektronik oder Steuergeräte hin programmiert. Die Anwendung erfolgt dann in der Regel rasch und unkompliziert. Von der Größe her ist ein derartiger Chip nicht größer als eine Briefmarke.

Auf was ist beim Kauf zu achten?

Wer einen kleinen Rechner als Dauerläufer, beispielsweise als Datenserver nutzten will, kann sich definitiv auf einen sehr stromsparenden Freund einstellen. Dabei gilt, je kleiner das Gerät, desto stromsparfreudiger ist es. Ausgelegt sind die Einplatinenrechner meist für gängige Betriebssysteme, wobei die Kompatibilität von Hersteller zu Hersteller schwankt. Gute Rechner sind darüber hinaus mit USB-3.0-Ports, SATA-Anschlüsse und Gigabit-Ethernet bestückt. Des Weiteren empfiehlt es sich die Softwareangebote der einzelnen Produkten zu prüfen. Bekannte Anbieter werden meist von einer Vielzahl an Partner unterstützt. Ein hohes Maß an Flexibilität sollte deshalb gegeben sein.

Wartung und Instandhaltung

Wie bei fast jedem softwaregetriebenen Produkt ist es auch hier ratsam, regelmäßig Software- und Hardware-Updates durchzuführen, um die Anfälligkeit durch Sicherheitslücken zu schließen. Sensoren, Schalter und Anschlüsse können ferner fusselfrei gereinigt werden, damit weiterhin eine einwandfreie Funktion gewährleistet werden kann. Scheuernde und ätzende Reinigungsmittel sind beim Reinigungsprozess möglichst zu vermeiden. Beim Austausch oder Einbau von zusätzlichen Einzelteilen wie mehr RAM werden spezielle Werkzeuge benötigt. So sind es häufig besondere Schraubenzieher-Sets, die angeboten werden, da durch die schon sehr kleine Größe ebenso Schrauben und andere Bestandteile recht klein ausfallen. Möchte man dennoch sichergehen, gibt es spezialisierte Servicecenter, an die sich jeder wenden kann, falls Probleme auftreten. Diese helfen nicht nur beratend, sondern erklären die Funktionsweise und die Bedienung der einzelnen Rechner bis ins Detail.